Roland Radenz nimmt Fahrt auf

Roland Radenz nimmt Fahrt auf

Seit fast zwei Jahrzehnten arbeitet Roland Radenz in der Warenwirtschaft des Zimmermann-Teams. Irgendwann beschloss er, nebenbei noch einmal „kräftig in die Pedale zu treten“, Leistungssportler zu werden und Erfolg zu haben. Und so begann Rolands Karriere als Renndreiradfahrer im Juli 2017 mit Probetrainingseinheiten beim BPRSV (siehe Infokasten rechts). Im April 2018 nahm er an einem Trainingslager in Italien teil. „Dort hat es mir richtig gut gefallen“, schwärmt er noch heute, „besonders das freundschaftliche Miteinander der Sportler“. Offensichtlich war das ein gewaltiger Motivationsschub für den Newcomer. Denn bald danach holte er Silber beim European Paracycling Cup in Verola (Foto).
Und nur Wochen später belegte er den sechsten Platz beim UCI- Paracycling-RoadWorldCup im belgischen Ostend. Jäh gestoppt wurde diese Erfolgsserie dann allerdings ab Mai durch eine Trainingssturz mit Schlüsselbeinbruch. Der Unfall ließ ihn auch die Deutsche Meisterschaft verpassen. Wirklich zurückgeworfen hat er den ehrgeizigen Fünfzigjährigen allerdings nicht. Schon Anfang September stand Roland Radenz wieder am Start und nach einem beeindruckenden Rennen sogar ganz oben auf dem Siegertreppchen: Schnellster beim Europacup in Puchov, Slowakei! Und Ende September, in der „Goldenen Stadt“ Prag, reichte es dann zwar nicht ganz für Gold. Doch mit den Plätzen 2 (im Zeitfahren) und 3 (beim Massenstart) zeigte Roland wiederum eine hochklassige Leistung. „Meinetwegen könnte das natürlich so weitergehen“ sagt der spastisch gelähmte Cottbuser. „Ich denke da an die Nationalmannschaft, die WM-Teilnahme 2019 oder einen schnellen Punkteaufbau für die Paralympics-Nominierung für Tokio 2020.“ „Am besten alles“, fügt er hinzu.
Die Zimmermannschen Radpositionsanalysen, nach denen u. a. Sitzposition und Lenkung des Bikes individuell angepasst werden, verschaffen Roland Radenz ganz legale Wettbewerbsvorteile.